Prüfung von Abschlüssen für einen speziellen Zweck

Prüfung von Abschlüssen für einen speziellen Zweck

(IDW PS 480 / ISA 800)

 

In der Praxis werden vermehrt Aufträge außerhalb der klassischen Abschlussprüfung zur Prüfung vergangenheitsorientierter Finanzinformationen gewünscht.

 

Oftmals werden hierfür Rechnungslegungsgrundsätze für einen speziellen Zweck zugrunde gelegt, die darauf ausgerichtet sind, den Informationsbedürfnissen bestimmter Adressaten gerecht zu werden (z.B. Rechnungslegungsbestimmungen für die Steuerbilanz oder vertraglich vereinbarte Rechnungslegungsgrundsätze). 

 

Hiernach aufgestellte Abschlüsse bezeichnet man als Abschlüsse für einen speziellen Zweck.

Das Ergebnis der Prüfung wird in einem Prüfvermerk zusammengefasst.
 

Beispiele:

  • Vermögensaufstellung
  • Einnahmen-Ausgaben-Rechnung (§ 4 Abs. 3 EStG)
  • Eröffnungsbilanz
  • Rechnungslegungsbestimmungen für die Steuerbilanz
  • Rechnungslegungsgrundsätze einer Behörde (bspw. im Rahmen einer Projektförderung)
  • Vertraglich vereinbarte Rechnungslegungsgrundsätze, z.B. im Rahmen von Schuldverschreibungen oder Darlehensvereinbarungen oder bei Unternehmenstransaktionen